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All data were generated with R Stylo.
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Rolling delta ist eine Funktion des stilometrischen Programms R Stylo, das in Fragen der Autorschaft von Dramen oder bei Kollaborationen sehr hilfreich ist. Die Deltawerte des fraglichen Texts werden mit jenen der geeigneten Referenztexte verglichen. Die niedrigsten Werte zeigen den geringsten Stilunterschied an. Von Burrows 2002 für ganze Texte eingeführt, untersucht rolling delta ein Wortfenster bestimmter Größe und geht dann überlappend zum nächsten Wortfenster. So wird der ganze Text durchlaufen, und die niedrigsten Werte ergeben eine Kurve, die zu dem Autor oder den Autoren gehört, die das Drama verfasst haben, vorausgesetzt, man hat die richtigen Referenztexte verwendet. Um hier nicht einer zufälligen Zusammenstellung zu unterliegen, kamen alle zeitgenössisch relevanten Referenztexte zur Anwendung, so dass die Berechnung der niedrigsten Deltawerte an Objektivität gewann. Die nachfolgende Grafik gibt die Messungen der relativen Häufigkeiten von Buchstabentrigrammen für ein 5000er Fenster wider, das mit einer Überlappung von 250 Worten durch den gesamten Text geht. Jede Fenstermessung (Spalte A) gibt in den danebenstehenden Spalten von B bis O die Deltawerte der zugehörigen Referenztexte wieder, die auf Grund der geringen stilistischen Differenz für eine Autorschaft in Frage kommen, während alle anderen Referenztexte mit ihren Deltawerten eliminiert wurden. In grün sind die geringsten Deltawerte pro Messung festgehalten, in gelb die nächst niedrigen, gefolgt von roter Umrandung und rotem Hintergrund. In seiner Dissertation aus dem Jahr 1922 berichtet Baldwin Maxwell über die anonyme Komödie Wily Beguiled, die am 12. November 1606 in das Register der Stationers Company eingetragen wurde. Er hält fest, dass die meisten Kritiker jedoch eine frühere Entstehung annehmen und verweist auf eine mögliche Verbindung zu Wylie Beguylie, das 1566 am Merton College in Oxford aufgeführt wurde. Bezüge sieht er auch zu den Parnassus Plays, die um 1600 in Cambridge gespielt wurden, ebenso zu anderen Stücken dieses Zeitraums. Über die Datierung der Komödie, die von Malone auf 1596 gesetzt wurde, weil Thomas Nashe in Have With You to Saffron Walden von „[the] tricke of Wily Beguily“ gesprochen hatte, gelangt er zu Fleays Beobachtung, dass Romeo and Juliet sowie The Merchant of Venice deutlich parodiert wurden, jedoch keine späteren Stücke Shakespeares. Hales und Nicholson hätten für "in or after 1601" plädiert und als Begründung den heftigen Streit zwischen Ben Jonson und seinen Dramatikerkollegen genannt. Maxwell findet denn auch im Text Anspielungen auf Jonson, insbesondere seine Stücke Cynthia’s Revels und Poetaster, was die zuletzt genannten Daten unterstützt, denn Cynthia’s Revels wurde im Herbst 1600 gespielt und Poetaster im Jahr 1601. Über Autorschaftszuordnungen von Kritikern (Bernardi ? Shakespeare, Dyce, Fleay, Penniman,Gause ? Peele) und eigene Untersuchungen von Alliterationen und die Qualität lateinischer Phrasen gelangt Maxwell schließlich zu Marston, der sich zu diesem Zeitpunkt mit Jonson im Streit befand. Aber: The verse of Wily is most obviously not the verse of Marston ; it is far more lyric and full of more elaborate conceits. Ein anderer Untersuchungsbereich Maxwells ist die Komik, die u.a. zurückverweist auf Gammer Gurton’s Needle, so dass er zu dem Schluss kommt, das Wily Beguiled die Wiederaufarbeitung einer früheren Komödie ist, worauf Patchwork-Passagen hindeuten, in denen ein Redakteur den Originaltext beibehielt oder nur leicht veränderte, aber auch Zeilen hinzufügte, um Verbesserungen zu erzielen. Sollte der nicht erhaltene Text von Wylie Beguylie (1566/7) der Ausgangstext sein, so müsste er laut Maxwell viele italienische Elemente enthalten haben, denn auch die konventionellen Charaktere von Wily Beguiled haben den Pedanten, die Schwester, den Parasiten und den verkleideten Schurken. Wenn man unter diesen Auspizien die Ergebnisse von Rolling Delta und Rolling Classify betrachtet, gewinnt eine Perspektive an Gewicht, der zufolge John Lyly eine Aufarbeitung von Wylie Beguylie vorgenommen haben könnte, die wiederum von Thomas Dekker und John Marston, der auch an den Parnassus Plays beteiligt war, überarbeitet worden ist.