Shakespeare Statistics


Autorschaft von Wily Beguiled

UK-Flagge in English Alle Daten wurden mit R Stylo generiert (. Siehe: ).


Die Rolling Classify Untersuchung verwendet die Klassifikatoren nsc (nearest shrunken centroid) [Zeilen 1-81], svm (support vector machine) [Zeilen 83-162] und delta [Zeilen 164-242], die jeweils auf die häufigsten Funktionswörter (mf1w) und auf die häufigsten Buchstabenbi- und trigramme (mf2c und mf3c) angewendet wurden. Eine Präzisierung der Ergebnisse ergab sich wiederum durch die methodische Verbesserung der Verwendung einer Gesamtheit von Referenztexten, die nur einen Autor haben und die eindeutig zugeordnet sind. Der Rückgriff auf wenige Kerntexte größerer Korpora verhindert mögliche Beeinträchtigungen durch die Textmenge. Als Fenstergrößen wurden 1000 bis 8000 Worte im Abstand von 1000 Worten gewählt. Die jeweilige Überlappung lag um 250 Worte niedriger als die Fenstergröße, so dass sich eine Vergleichbarkeit mit Rolling Delta Dateien einstellte. Entsprechend ihres mathematischen Kerns gewichten die Klassifikatoren unterschiedlich. Nsc hat einen niedrigen Entscheidunglevel, svm einen sehr hohen und ist daher zu bevorzugen. Buchstabentrigramme sind in der Regel genauer als Wort- und Bigrammklassifikationen. In seiner Dissertation aus dem Jahr 1922 berichtet Baldwin Maxwell über die anonyme Komödie Wily Beguiled, die am 12. November 1606 in das Register der Stationers Company eingetragen wurde. Er hält fest, dass die meisten Kritiker jedoch eine frühere Entstehung annehmen und verweist auf eine mögliche Verbindung zu Wylie Beguylie, das 1566 am Merton College in Oxford aufgeführt wurde. Bezüge sieht er auch zu den Parnassus Plays, die um 1600 in Cambridge gespielt wurden, ebenso zu anderen Stücken dieses Zeitraums. Über die Datierung der Komödie, die von Malone auf 1596 gesetzt wurde, weil Thomas Nashe in Have With You to Saffron Walden von „[the] tricke of Wily Beguily“ gesprochen hatte, gelangt er zu Fleays Beobachtung, dass Romeo and Juliet sowie The Merchant of Venice deutlich parodiert wurden, jedoch keine späteren Stücke Shakespeares. Hales und Nicholson hätten für "in or after 1601" plädiert und als Begründung den heftigen Streit zwischen Ben Jonson und seinen Dramatikerkollegen genannt. Maxwell findet denn auch im Text Anspielungen auf Jonson, insbesondere seine Stücke Cynthia’s Revels und Poetaster, was die zuletzt genannten Daten unterstützt, denn Cynthia’s Revels wurde im Herbst 1600 gespielt und Poetaster im Jahr 1601. Über Autorschaftszuordnungen von Kritikern (Bernardi ? Shakespeare, Dyce, Fleay, Penniman,Gause ? Peele) und eigene Untersuchungen von Alliterationen und die Qualität lateinischer Phrasen gelangt Maxwell schließlich zu Marston, der sich zu diesem Zeitpunkt mit Jonson im Streit befand. Aber: The verse of Wily is most obviously not the verse of Marston ; it is far more lyric and full of more elaborate conceits. Ein anderer Untersuchungsbereich Maxwells ist die Komik, die u.a. zurückverweist auf Gammer Gurton’s Needle, so dass er zu dem Schluss kommt, das Wily Beguiled die Wiederaufarbeitung einer früheren Komödie ist, worauf Patchwork-Passagen hindeuten, in denen ein Redakteur den Originaltext beibehielt oder nur leicht veränderte, aber auch Zeilen hinzufügte, um Verbesserungen zu erzielen. Sollte der nicht erhaltene Text von Wylie Beguylie (1566/7) der Ausgangstext sein, so müsste er laut Maxwell viele italienische Elemente enthalten haben, denn auch die konventionellen Charaktere von Wily Beguiled haben den Pedanten, die Schwester, den Parasiten und den verkleideten Schurken. Wenn man unter diesen Auspizien die Ergebnisse von Rolling Delta und Rolling Classify betrachtet, gewinnt eine Perspektive an Gewicht, der zufolge John Lyly eine Aufarbeitung von Wylie Beguylie vorgenommen haben könnte, die wiederum von Thomas Dekker und John Marston, der auch an den Parnassus Plays beteiligt war, überarbeitet worden ist.










Wie die Zuordnungen zu jedem 250-Wort Segment zeigen existieren eine ganze Reihe von Ausreißern, wohingegen Rolling Delta eindeutiger auswertete. In der Summe gelangt aber auch Rolling Classify zum gleichen Ergebnis, wie die Zusammenstellung der Zuordnungen zeigt. Die größten Zahlen betreffen Lyly als Urheber eines Prätextes, gefolgt von Marston und Dekker, die sich mit Jonson stritten.


Vergleiche diese Auswertung mit den Ergebnissen von Rolling Delta und der General Imposters Methode.